04.10.2012

Bergsteiger Alexander Huber faszinierte beim Sparkassen-Forum


Mit Kreativität und Leidenschaft zum Ziel 

„Analogie von Berg und Beruf“ war das reizvolle Thema beim mittlerweile 28. Sparkassen-Forum am 26. September in der Kundenhalle der Stadtsparkasse Borken. Zu Gast war Berufsbergsteiger Alexander Huber aus dem bayrischen Traunstein, u.a. weltbekannt aus dem Film „Am Limit“. Ein spannendes Thema hatte der sympathische, überzeugende Referent mitgebracht, das motivierend, herausfordernd und jederzeit in den privaten und beruflichen Alltag integrierbar ist. Von kalkulierbarem Risiko durch Kompetenz und Selbsteinschätzungsvermögen wurde gesprochen, ohne das es kein Vorwärts, keine Entwicklung und keinen Fortschritt gibt. „Es ist nicht der Berg, den man bezwingt, sondern immer nur das eigene Ich!“, betonte Alexander Huber.

 „…. es ist nicht der Berg, den man bezwingt, sondern immer nur das eigene Ich!“ Alexander Huber, Jahrgang 1968, verheiratet, zwei Kinder, fesselte nicht nur die Zuhörer des Sparkassen-Forum mit seinen Erlebnissen, sondern nahm sie auch mit auf seine Tour über steile Felswände und Gipfel.

Herausforderungen meistern
Wie nicht anders zu erwarten, konnte Sparkassendirektor Christoph Ernst den Referenten vor einer bis auf den letzten Platz besetzten Kundenhalle begrüßen. „Mit dem heutigen Sparkassen-Forum setzen wir eine lange Tradition fort, die ihren Anfang im Jahr 1981 hatte.“ Er versprach einen mehr als interessanten Vortrag mit einem überzeugenden Referenten, der diese Vorschusslorbeeren im Laufe der folgenden 60 Minuten deutlich rechtfertigte.
Für den Naturbursche gebe es im Leben nichts was mit dem Bergerlebnis vergleichbar sei. „Ich muss mich der Aufgabe stellen, ich will das Problem lösen und die Herausforderung meistern. Schritt für Schritt zum Ziel“, stellte Alexander Huber mehr als glaubhaft klar. Er erzählte und plauderte beeindruckend vom Bergsteigen, sprach von den „Huberbuam“, von der Leidenschaft und Begeisterung, von dem Naturerlebnis auf dem Weg zum Ziel, auf dem Weg zum Berg. Nicht immer geradeaus, manchmal auch über Umwege. Parallelen zum täglichen Alltagsleben. Faszinierende Bilder und kurze Filmbeiträge aus einer bezaubernden Bergwelt untermauerten seine Worte.
Innovativer Geist
Alexander Huber nahm die Sparkassengäste mit auf den Berg. Er schilderte die Entwicklung des Alpinismus bis zum heutigen Klettern – frei und ohne künstliche Hilfsmittel. Es ging auf die Gipfel der Welt in die Alpen, in den Himalaya, in die Antarktis und nach Amerika. Visionen und ein innovativer Geist mache den Bergsteiger stark. Neue Dinge machen, ungewisse Wege unter Einschätzung des Risikos gehen.
Achtung, Respekt und Begeisterung wurde Alexander Huber vom Publikum entgegen gebracht. Aber auch ängstliche Töne wie z.B. beim „Free-Solo“ in der Wand der drei Zinnen in den Dolomiten. Das Vertrauen und die Technik der Seilschaften kam ebenso zur Sprache wie die Bedeutung des „Point of no return“ im Berg. „40 Minuten für die Wand. Ich verschwende ja keine Zeit für Sicherungsmaßnahmen.“ Ob Bergsteigen Sinn mache, beantwortete er damit, dass es ein intensives Erlebnis sei, welches sein Leben reich mache und ihm deshalb Sinn gebe. „Es sind gelebte Jahre“, so Alexander Huber.
Ehrlichkeit
Auch humoristische Einlagen fehlten nicht. Statt das Wort „Wahnsinnig“ auszusprechen oder den Kopf für das Unfassbare zu schütteln, wurde im Publikum geschmunzelt und gelacht. 15 Sekunden schneller am Gipfel und dabei eine Seilschaft zwei Mal überholen. So sind sie, die „Huberbuam“ Thomas und Alexander Huber. Ehrlichkeit sei das Grundprinzip beim Speed-Klettern. Wie im Leben. Ehrlich währt am Längsten. Nach einem wirklich mitreißenden Vortrag, gewürzt mit reichlich Lebensweisheiten, übernahm Sparkassendirektorin Nicole Reichard das Schlusswort, leitete die sich anschließende Diskussion, ehe der Bergsteiger Alexander Huber noch einige Dutzend Bücher im Foyer signierte.
Alexander Huber
Der Dipl. Physiker Alexander Huber, Jahrgang 1968, zählt zu den erfolgreichsten Allround-Bergsteigern unserer Zeit. Bergsteigen, Alpinklettern, Sportklettern, Eisklettern und Free-Solo sind seine Passion. Der Profi erfüllt sich mit Kraft und Willen immer wieder neue Träume und erzielte zahlreiche Rekorde. Als „Die Huberbuam“ machte er sich gemeinsam mit seinem Bruder Thomas einen Namen als Extremkletterer. Neben den fünf erschienenen Büchern dokumentieren Filme und Vorträge die Grenzgänge des Alexander Huber.

Nicht nur Ortsvorsteher Sascha Krone und Büchereileiterin Barbara Jüngling ließen sich Bücher von Bergsteiger Alexander Huber persönlich signieren.  

Reichlich Fragen beantwortet. Eingerahmt vom Vorstand der Stadtsparkasse Borken Christoph Ernst und Nicole Reichard, stand der sympathische Alexander Huber für viele Fragen aus dem Publikum Rede und Antwort.

Quelle: Stadt Borken (Hessen)

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