20.06.2012

Museumsdirektor Gerhard Lenz verabschiedet


Von Borken nach Goslar 

Kolleginnen und Kollegen sowie der Stiftungsvorstand und der Vorstand des Förderkreises des Hessischen Braunkohle Bergbaumuseums hatten sich am Donnerstag, 14. Juni, im Foyer des Borkener Rathauses versammelt, um Gerhard Lenz nach über 12-jähriger Tätigkeit für die Stadt Borken zu verabschieden. Der Museumsdirektor wechselt am 1. Juli zum Weltkulturerbe nach Goslar im Harz. Dort wird er Geschäftsführer des Museumsbergwerks Rammelsberg und Direktor der Welterbestiftung. Dazu gehören neben dem Rammelsberg die Altstadt von Goslar und die Oberharzer Wasserwirtschaft. Wie sagte Gerhard Lenz vor einigen Wochen in der Presse: „Es ist wie ein Wechsel aus der Regionalliga in das Mittelfeld der Bundesliga.“

„Wir alle gemeinsam sind heute stolz auf das Hessisches Braunkohle Bergbaumuseum“, betonte Bürgermeister Bernd Heßler und überreichte als Dank und Abschiedsgeschenk die Figur der Heiligen Barbara, die Schutzpatronin der Bergleute, an Gerhard Lenz.
Durchsetzungskraft und Motivation
Museumsdirektor Gerhard Lenz, so Bürgermeister Bernd Heßler in seiner Laudatio, hat in Borken viel geleistet und das Bergbaumuseum zu einem Aushängeschild in der Region und in Deutschland gemacht. Dazu war Engagement und vor allem Durchsetzungskraft gefordert. „Aus einem Schrottplatz, wie Teile der Bevölkerung spotteten, wurde ein Vorzeigeprojekt mit nationaler, internationaler und wissenschaftlicher Anerkennung!“
Bürgermeister Bernd Heßler ging in seinen Worten auch auf den beruflichen Werdegang ein, der ihn vom Studium über den Abteilungsleiter der Wissenschaftsabteilung „Akademie“ der Stiftung Bauhaus Dessau nach Borken führte. Unter der Leitung von Gerhard Lenz sei es gelungen Borkener Vergangenheit und Tradition aufrechtzuerhalten und für die Zukunft zu bewahren. Auch in der Neukonzeption für Tourismus und Kulturarbeit habe er Zeichen gesetzt und Spuren hinterlassen. Mit dem Satz „Du wirst uns fehlen, aber die Entscheidung für Goslar war richtig“, schloss Bürgermeister Bernd Heßler seine Laudatio. An den Nachfolger Ingo Sielaff richtete er die Bitte nicht den Vorgänger zu kopieren, sondern eigene Akzente und Eckpunkte zu setzen.
Hohe Fachkompetenz
Als Vorsitzender des Förderkreisvorstandes des Hessischen Braunkohle Bergbaumuseum bescheinigte Heinz Meier dem scheidenden Museumsdirektor eine hohe Fachkompetenz gepaart mit starker Motivation für die Arbeit. Er habe eigentlich auf den Tag gewartet, dass Gerhard Lenz eine andere, eine sicherlich hochwertigere Aufgabe erhält. „Der Bekanntheitsgrad des Museums ist Ihrer Professionalität zu verdanken.“
Gestaltungsraum gegebenVor allem durch die Arbeit mit vielen unterschiedlichen Menschen, so Gerhard Lenz, habe er viel gelernt und sei deshalb auch gern in Borken gewesen. Die Gestaltungsräume, die man ihm gegeben habe, waren eigentlich für ein berufliches Umfeld sehr großzügig und äußerst flexibel und deshalb nicht normal. Ein Dankeschön richtete er vor allem an die Adresse der Kolleginnen und Kollegen. „Sie haben mir geholfen Produkte zu entwickeln, die Erfolg gebracht haben. Und dieser Erfolg war mit ausschlaggebend für meine neue Tätigkeit in Goslar. Somit sind Sie indirekt an der vor mir liegenden Aufgabe beteiligt!“
Gerhard Lenz, verheiratet, einen Sohn und wohnhaft in Kassel studierte mit dem Abschluss Magister Artium in den Fächern Mittlere und Neuere Geschichte, Völkerkunde und Soziologie. Neben seinen Aufgaben als Museumsdirektor bei der Stadt Borken ist Gerhard Lenz Mitglied der Lenkungsgruppe des Netzwerks Industriekultur Nordhessen (nino), stellvertretender Vorsitzender des Hessischen Museumsverbandes und berufenes Mitglied des Hessischen Landesdenkmalrates.
Quelle: Stadt Borken (Hessen)

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