09.02.2012

16 Streitschlichter schlossen ihre Ausbildung erfolgreich ab

Für Konflikte und Streit gewappnet

Am 29. Januar schlossen 16 Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren ihre ehrenamtliche Ausbildung zum Streitschlichter ab. Angeboten wurde der 30-stündige Workshop von der Stadtjugendpflege Borken in Kooperation mit der Schulsozialarbeit der Gustav-Heinemann-Schule.

Bereit für ihren Einsatz in der Schule und im Verein - die frisch ausgebildeten Streitschlichter, hinten v. l. Manuel Stang, Dilara Felix, Jasmin Kaiser, Peter Stang (Freier Jugendreferent), Hirthana Murugapoopathy, Theresa Kuhn (Schulsozialarbeit), Alexander Klinger, Michelle Steidl, Cain Schön, Michelle Hofmann, Steffi Schulte (Stadtjugendpflegerin); vorn v. l. Denise Fehling, Laura Ellenberger, Moritz Schmidt, Angelique Baumann, Katharina Matys, Mira Schulze, Tim Müller.


Schlechte Stimmung, ungelöste Konflikte, Lästereien und Streit vergiften oft das Klima. Egal ob in der Schule oder im Bekanntenkreis. Richtig streiten und vor allem Streit schlichten, will jedoch gelernt sein, wenn man eine für beide Seiten angenehme Lösung herbeiführen will. Wer als Streitschlichter „Kunden“ beraten will, muss erkennen, welche verborgenen Hintergründe und Motive zum Streit geführt haben. Welche enttäuschten Erwartungen, verletzte Gefühle oder scheinbar unvereinbare Interessenkonflikte verbergen sich hinter dem beobachteten Konflikt? Um dies zu ergründen, wurden im ersten Teil des Workshops Kommunikationsmodelle vorgestellt: Was steckt hinter einer oberflächlich neutralen Botschaft? Wie interpretiert der Sender diese, wie der Empfänger?

Vielfach Missverständnisse
Meist sind es Missverständnisse, aus denen sich ein Konflikt entwickelt. Wichtig ist es dann, dass beide Streitparteien miteinander ins Gespräch kommen und diese Missverständnisse klären – also Verständnis entwickeln für das Handeln des jeweils anderen. Eine spezielle Art der Gesprächsführung wurde während der Workshops in Rollenspielen eingeübt. Denn häufig hilft es, wenn eine neutrale Person das Gespräch leitet und aufpasst, dass bestimmte Regeln eingehalten werden. Denn die sollen dafür sorgen, dass sich die „Streithähne“ wieder aneinander annähern. Dies ist u. a. das Ziel der Streitschlichter in der Schule.

Die ausgebildeten Schüler und Schülerinnen der Borkener Gustav-Heinemann-Schule können nun in der Streitschlichtungs-AG unter Leitung der Schulsozialarbeiterin Theresa Kuhn ihr erlerntes Wissen in die Praxis umsetzen. Kleinere Streitigkeiten unter Schülern sollen in Zukunft in Form von Streitschlichtungsgesprächen von den ausgebildeten Schülern selbstständig geleitet und geschlichtet werden. Dadurch werden die sozialen Kompetenzen der Schüler auf beiden Seiten gestärkt. Sie lernen einen Konflikt ohne Gewalt und mit Hilfe einer neutralen Person in ihrem Alter zu schlichten sowie als Moderator eine konfliktbehaftete Situation hoffentlich einvernehmlich für beide Seiten zu einem friedlichen Ende zu führen.

Quelle: Stadt Borken (Hessen)

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